Gyula

Blumen, Rosengärten, grüne Parks und romantische Spazierwege, wohin das Auge blickt: Gyula ist ein ideales Reiseziel für Menschen, die Ruhe und Erholung suchen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg aus dem 15. Jahrhundert, die einzige erhalten gebliebene, aus Ziegelsteinen erbaute Burg in Mitteleuropa. Im Hof der Burg finden alljährlich im Sommer Aufführungen des Gyulaer Burgtheaters statt. Eines der schönsten Heilbäder von Ungarn ist das Burgbad (Várkert), das sich im 8,5 Hektar großen Park des der Burg gegenüberstehenden Schlosses Almásy befindet. Neben Heilwasserbecken im Freien und im Gebäude bieten die Erlebnisbäder, das Kinder-Wasserparadies, die Sprudel- und Wellenbäder Vergnügen für Besucher jeder Altersstufe. Sportler können die Schwimmbecken im Freien und die Hallenbäder nutzen. Die einhundertjährige Konditorei (Százéves cukrászda, Erkel tér 1.) ist die zweitälteste Patisserie des Landes (1840) und bis heute mit dem Originalmobiliar eingerichtet. Der berühmte Sohn der Stadt ist Ferenc Erkel (1810-1893), Schöpfer der ungarischen Oper, Komponist von Bánk bán und Hunyadi László. Er vertonte auch die ungarische Nationalhymne. In seinem früheren Wohnhaus, dem Ferenc-Erkel-Gedenkhaus (Apor Vilmos tér 7.), kann man sein Harmonium, handgeschriebene Noten und Familienfotos besichtigen. Ein in Ungarn einmaliges, wertvolles und stimmungsvolles Museum präsentiert den bürgerlichen Lebensstil und die Wohnkultur: das Ladics-Haus (Jókai u. 4.). Hier kann man auch künstlerisch gestaltete Möbel und Meißener Porzellan bewundern. Der Dürer-Saal (Kossuth L. u. 17.) wurde nach dem großen deutschen Maler Albrecht Dürer, dessen Vater aus Gyula stammte, benannt. Man hat hier die Möglichkeit, eine Ausstellung über die Geschichte der Burg mit dem Titel "Gyulas Jahrhunderte" zu besichtigen. Die Kutten ungarischer Ordensleute sind Bestandteil der Sammlung von Gnadenbildern und Andenken der Heiligen Jungfrau Maria (Szûz Mária-kegy- és -emléktárgyak Gyûjteménye, Apor Vilmos tér 11.). Das Gehöftmuseum (Tanyamúzeum, 8 km) präsentiert die Lebensweise der Bauern und die landwirtschaftlichen Geräte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein berühmtes Produkt der Stadt ist die "gyulai kolbász", die Paprika-Dauerwurst, deren Entstehungsgeschichte in der historischen Sammlung der Fleischindustrie (Húsipari Üzemtörténeti Gyûjtemény, Kétegyházi út 1.) vorgestellt wird.