Kecskemét
Der Kecskeméter Aprikosenschnaps, die mit farbigen Keramikverzierungen geschmückten Jugendstilgebäude und die "Kodály-Methode" machten die Stadt weithin bekannt. Auf dem weiten, von Promenaden gegliederten Kossuth tér stehen imposante Gebäude, darunter das Rathaus (Nr. 1) mit seinem glasierten Ziegeldach und seinen farbigen Blumenverzierungen. Die Wandmalereien und Prunksäle machen das Bauwerk des ungarischen Jugendstils zu einem der schönsten Rathäuser des Landes. Die Melodie des jede Stunde erklingenden Glockenspiels komponierte Zoltán Kodály (1882-1967). Studenten aus aller Welt nehmen an den Kursen des Musikpädagogischen Instituts Zoltán Kodály (Kodály Zoltán Zenepedagógiai Intézet, Kéttemplom köz 1.) teil, um die Musikpädagogik des großen ungarischen Komponisten in seiner Geburtsstadt zu studieren. Die vor 600 Jahren erbaute, ursprünglich gotische Franziskanerkirche St. Nikolaus (Szent Miklós-templom, Nr. 5.) mit ihrem reich geschmückten barocken Innenraum ist die älteste Kirche der Stadt. Vor der Kirche befindet sich ein kreuzweg. Die Grundmauern der reformierten Kirche (Nr. 3) wurden im 15. Jahrhundert errichtet. Die größte Kirche der Die Puszta und der Theiß-See im Zopfstil ist die Großkirche oder "alte Kirche" auf dem Kossuth tér.Der mit bunten Blumenmustern verzierte Palast "Cifrapalota" (Rákóczi u. 1.) ist ein herausragendes Gebäude des ungarischen Jugendstils. Im Palast ist die Sammlung der Gemäldegalerie von Kecskemét untergebracht, in der sich Werke der ungarischen Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert befinden. In der ehemaligen, im romantisch-maurischen Stil errichteten Synagoge ist jetzt das Haus der Wissenschaft und Technik (Tudomány és Technika Háza, Rákóczi u. 2.) zu besichtigen, wo auch die Gipsmodelle von 15 Statuen von Michelangelo Buonarotti aufbewahrt werden. In der Stadt gibt es mehrere Museen und Sammlungen von landesweiter Bedeutung. Die Werke der namhaftesten ungarischen Volkskünstler bereichern die Sammlung des ungarischen volkstümlichen Kunstgewerbemuseums (Magyar Népi Iparművészeti Múzeum, Serfőző u. 19/A). Die größte, aus fast 2500 Gemälden und Plastiken bestehende Sammlung naiver bildender Kunst ist im ungarischen Museum für naive Kunst (Magyar Naiv Művészek Múzeuma, Gáspár András u. 11.) zu sehen. Das Spielzeugmuseum und die Werkstatt Szórakaténusz stellen mehr als zehntausend Modelleisenbahnen sowie Spielzeug vom Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Volkstümliche Spielsachen und Musikinstrumente für Kinder sind hier ebenfalls zu besichtigen. Das einzige Museum für Fotografie des Landes zeigt 3000 Objekte (Magyar Fotográfiai Múzeum, Katona József tér 12.). 1500 Instrumente aus aller Welt sind in der Instrumentensammlung Leskowsky (Leskowsky Hangszergyűjtemény, Zimay u. 6/A). ausgestellt. Ein besonderes Erlebnis bietet sicher die mit einer Obstler-Verkostung verbundene Besichtigung der Zwack Obstschnapsbrennerei und der Ausstellung in der Zwack Unicum AG (Matkói u. 2.).







