Nyírbátor
Die reformierte Kirche St. Georg (Báthory u. 24.) aus dem 15. Jahrhundert ist das gotische Meisterwerk des großen Architekten Pater Johannes aus dem Franziskanerorden. Die ursprünglich katholische einschiffige Saalkirche wurde als Grabmal der fürstlichen Familie Báthory mit gotischem Gitternetzgewölbe, reich verzierten, geschnitzten Säulenköpfen und Bleiglasfenstern errichtet. Der herrliche Klang der Orgel und die ausgezeichnete Akustik der Kirche sind das Geheimnis der berühmten Konzerte von Nyírbátor. Ein prachtvolles Werk ungarischer Holzschnitzkunst ist der Glockenstuhl aus Holz neben der Kirche, der größte und schönste im Lande. Die Originaleinrichtung der Kirche, die wunderschönen Sitzbänke im Renaissancestil sind ebenfalls Meisterwerke und heute im Budapester Nationalmuseum zu bestaunen. Die Kanzel und die Altäre der im Barockstil umgestalteten gotischen Minoritenkirche (Károlyi u. 19.) zählen zu den bedeutendsten Arbeiten der ungarischen Holzschnitzkunst des Barock, doch die schönsten Schmuckstücke der Kirche sind die den Leidensweg Christi darstellenden Kunstwerke des nach dem Auftraggeber benannten "Krucsay-Holzaltars".