Szeged
Szeged kann mit 2100 Sonnenstunden im Jahr aufwarten, deshalb trägt die Stadt am Zusammenfluss von Theiß und Maros zu Recht den Namen "Stadt des Sonnenscheins". Nach der Flutkatastrophe der "blonden Theiß" von 1879 hatte man mit internationaler Unterstützung eine gut geplante neue Stadt mit prächtigen Jugendstilbauten und eklektischen Gebäuden errichtet. Auf dem Domplatz reihen sich sehenswerte Gebäude aneinander: der Bischofspalast, die Hochschule für Religionswissenschaft, die Institute der Universität, das katholische Konvikt, die Somogyer Bibliothek und die medizinische Universität. Die monumentale, 1930 im neoromanischen Stil errichtete und auch als Gelöbniskirche bekannte Bischofsbasilika, die 5000 Gläubigen Platz bietet, wurde aus Dankbarkeit von den Überlebenden der Hochwasserkatastrophe errichtet. Die Glocke wiegt 86 Zentner und ist die zweitgrößte Ungarns. Am Deckengewölbe des Kirchenchors befindet sich ein wunderschönes Mosaikbild, auf dem die Madonna in einem bestickten Trachtenmantel, dem Szûr, und in Szegediner Pantoffeln dargestellt ist. Die Orgel mit fünf Registern und 9040 Pfeifen erklingt häufig bei Orgelkonzerten und zählt zu den größten des Landes. Der Demetriusturm gehört zu den Überresten der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. In der nationalen Gedenkhalle stehen die Statuen von mehr als einhundert hervorragenden Repräsentanten der ungarischen Literatur, Kunst und Wissenschaft. Die Figuren der "Musikuhr" sind um 12.15 Uhr und um 17.45 Uhr für 5 Minuten sichtbar. Jeden Sommer ist der Platz Austragungsort der international bekannten Freilichtspiele von Szeged. In der griechisch-orthodoxen serbischen Kirche (Révai u.) ist die aus Birnbaumholz kunstvoll geschnitzte, durchbrochene Rokoko-Ikonostase mit 80 Ikonen von herausragendem kunstgeschichtlichem Wert. Den mit den Statuen großer ungarischer Persönlichkeiten geschmückten Széchenyi-Platz beherrscht das im Neobarock-Zopfstil erbaute Rathausgebäude (Nr. 10.) mit seinem Turm. Das Reök-Palais (Tisza L. krt. 56.) ist ein Kunstwerk des Jugendstils. Das monumentale Gebäude der neuen Synagoge (Ecke Hajnóczy u.-Gutenberg u.) mit maurischen und Jugendstilelementen zählt zu den schönsten jüdischen Gebetshäusern in Europa. Im Mittelalter wurde keine größere Kirche in der Die Puszta und der Theiß-See gebaut als die "Kirche Maria Schnee" bzw. das Franziskanerkloster (Alsóváros, Mátyás király tér), das spätgotische Baudenkmalensemble aus dem 15./16. Jahrhundert. Von den beiden Gnadenbildern ist eines ein Abbild der "Schwarzen Madonna" von Czestochowa.Weltbekannte Produkte der Stadt sind die unerreichte Pick Salami und Szegediner Paprika, durch den die ungarischen Gerichte ihre typische Würze erhalten und der auch reichlich der Fischsuppe zugegeben wird. Das Museum der Pick Salami und des Szegediner Paprikas (Felsõ Tisza-part 10.) informiert über das Verfahren der Salamiherstellung und deren Geschichte ab 1869. Eine Sammlung von Kakteen, Palmen und anderen exotischen Pflanzen wurde im Universitäts-Garten (Füvészkert, Lövölde u. 42.) angelegt. Eine der letzten Windmühlen der Die Puszta und der Theiß-See ist die Mühle von Kiskundorozsma (Kiskundorozsma, Bölcs u.).







