Komárom
Die strategische Bedeutung dieser Stadt am Donau-Ufer zieht sich wie ein roter Faden durch die Stadtgeschichte: In der Römerzeit war sie unter dem Namen Brigetio eine wichtige Stadt der Kolonie Nieder-Pannonien, im 11. Jahrhundert ließ König Stephan eine Erdfestung errichten und im 19. Jahrhundert wurde ein komplettes System von Befestigungsanlagen angelegt. Einzigartige Militär- und Industriedenkmäler sind die drei Festungen der Stadt: Am größten ist die durch ein Kasemattensystem und Schanzen geschützte, von außen kaum sichtbare Festung von Monostor, eine der am besten erhalten gebliebenen Befestigungsanlagen Europas (ein Gebäudeensemble auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern). In der wesentlich kleineren Igmándi-Festung wurde das Lapidarium aus der Römerzeit des Klapka-György-Museums ausgestellt, die Csillag-Festung kann vorerst nicht besichtigt werden. Durch das Friedensdiktat von Trianon kam der nördliche Teil der Stadt zur Tschechoslowakei. Die zwei Stadtteile sind durch die Elisabeth-Brücke verbunden. In dem ruhigen Park mit vielen Schatten spendenden Bäumen befindet sich das Thermalbad mit sechs Becken. Das aus einer Tiefe von 1268 Metern an die Oberfläche sprudelnde Wasser lindert bzw. heilt Erkrankungen des Bewegungsapparates und Frauenleiden.







