Szekszárd
Sieben Hügel, an denen die Reben feuriger Weine reifen, umgeben diese romantische Kleinstadt, wo mehrere bekannte Werke von Franz Liszt im Augusz-Haus (Széchenyi u. 36-40., Gedenktafel an der Hauswand) entstanden, die er während seiner Aufenthalte bei Freunden komponierte. Der Flügel und die Büste des weltbekannten Komponisten und Klaviervirtuosen ungarischer Abstammung sind in der Franz-Liszt-Gedenkausstellung (Béla tér 1.) im alten Komitatshaus zu besichtigen. Ein weiterer berühmter Sohn der Stadt war der große Dichter und Übersetzer des 20. Jahrhunderts, Mihály Babits, in seinem Geburtshaus (Babits M. u. 13.) wurde ein Gedenkmuseum eingerichtet.
Der mittelalterliche Stadtkern befand sich am heutigen Béla tér und zwar dort, wo die Barockkirche Sankt Ladislaus, die größte einschiffige Kirche Europas steht. Hier befindet sich ebenfalls eines der schönsten klassizistischen Komitatshäuser, in dessen Hof die konservierten Überreste der Kirche der Benediktinerabtei aus dem 11. Jahrhundert zu sehen sind. Über die mehrere Jahrhausende umspannende Geschichte der Stadt und der Umgebung berichten die Ausstellung über die Stadtgeschichte und die archäologischen Ausgrabungen im Wosinsky-Mór-Komitatsmuseum (Mártírok tere 26.). Das in der einstigen Synagoge untergebrachte Künstler- Haus (Mártírok tere 20.) präsentiert zeitweilige Ausstellungen. In der Stadt kann man auch die Aufführungen des einzigen Theaters in deutscher Sprache, der Deutschen Bühne Ungarn (Garay tér) besuchen. Die große Weintraube im Stadtwappen soll darauf hinweisen, dass Szekszárd in einer Weinregion liegt, die besonders bekannt für ihre Rotweine ist. Eine Variante des Wappens in ungewöhnlicher Größe und Komposition ist am Kreuzbergweg zu sehen, der auch einen herrlichen Rundblick bietet.







